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Mangel an Forschungsmitteln in der EU gefährdet Patientenversorgung - Europäische Hämatologen schlagen Alarm

London (ots/PRNewswire)

Europäische Hämatologen schlagen angesichts der fehlenden Forschungsmittel für Blutkrankheiten Alarm. "Blutkrebs tötet jährlich mehr als 95.000 Menschen in Europa. Die EU muss erkennen, dass mehr Forschungsgelder benötigt werden", erklärt Dr. Robin Foà, Vorsitzender der Europäischen Hämatologischen Gesellschaft (EHA), bei deren Jahreskonferenz in London. Morgen, am 10. Juni, beendet die Kommission ein öffentliches Anhörungsverfahren zu den kommenden EU-Forschungsvorhaben. Die EHA ruft die Kommission auf, mehr Fördermöglichkeiten für die Hämatologie in ihrem Programm zu erwägen.

"Bluterkrankungen wie Anämie, Blutgerinnungsstörungen und Hämophilie gehören nicht nur zu den am weitesten verbreiteten Krankheiten. Blutkrebs allein tötet jährlich mehr als 95.000 Menschen in Europa. Angesichts dieser Auswirkungen auf die Gesundheit der Europäer reichen die Mittel, die die Europäische Kommission derzeit insbesondere für akademische Forschungen bereitstellt, nicht aus", sagt Foà.

Die Forschung der Hämatologen führte zu bedeutenden Durchbrüchen in der Krebsforschung, der personalisierten Medizin und bei Stammzellen, die in zahlreichen anderen Disziplinen, wie der Onkologie, Kardiologie, Immuntherapie und sogar der Rheumatologie und Organverpflanzung Anwendung finden. Forscher in der Hämatologie sind zudem hervorragend in translationaler Forschung und machen Erkenntnisse aus der Laborforschung schnell in der klinischen Praxis anwendbar. "Beispielsweise stammen fundierte Erkenntnisse in der zielgerichteten Therapie innerhalb der Onkologie aus bahnbrechenden hämatologischen Forschungen, die uns ermöglichten, den natürlichen Verlauf bei drei Formen von Leukämie zu ändern. Wir müssen der Europäischen Kommission unsere Erfolgsbilanz bewusst machen, um die weltweite Führungsrolle der europäischen Hämatologie weiterzuführen und auszubauen", plädiert Foà.

Die Europäische Hämatologische Gesellschaft (EHA), die europäische Vertretung von Fachärzten für Bluterkrankungen, hält derzeit ihren jährlichen Kongress ab. In ihrer Antwort auf das Anhörungsverfahren fordert die EHA die Europäische Kommission auf, in ihrem nächsten Forschungsprogramm mehr Fördermöglichkeiten für die Hämatologie zu schaffen.

Hinweis für die Redaktion

1. Die EHA ist eine Nichtregierungsorganisation (NGO), die Spitzenleistungen in der klinischen Praxis, Forschung und Ausbildung in Hämatologie in Europa fördert. Die EHA ist die Vertretung der Hämatologen in Europa (mehr als 3.000 Mitglieder, jährlicher Kongress mit mehr als 9.000 Hämatologen, Haematologica/The Hematology Journal, allgemeine hämatologische Hauptveröffentlichung in Europa).

2. Quellen:

WHO (2008). The Global Burden of Disease. http://www.who.int/heal thinfo/global_burden_disease/2004_report_update/en/.

ECO, European Cancer Observatory. Internationale Agentur für Krebsforschung http://eu-cancer.iarc.fr.

3. EHA-Antwort auf das Anhörungsverfahren unter http://www.ehaweb .org/news/EHA-responds-to-the-consultation-on-the-next-EU-Research-Fr amework-Programme

(Aufgrund der Länge dieser URL kann es notwendig sein, diesen Hyperlink zu kopieren und ihn in das URL-Adressfeld Ihres Internet-Browsers zu kopieren. Sollte ein Leerzeichen zu sehen sein, entfernen Sie dies bitte zuvor.)

http://www.ehaweb.org

Kontakt:

Kontakt: Thom Duyvene de Wit, EHA Advocacy & Political
Affairs,E-Mail:t.duyvenedewit@ehaweb.org, Mobil: +31-6-1111-5056

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